Einblicke

26.10.2021

Mit Aikido Distanzen überwinden, Kontakte knüpfen und Barrieren abbauen

Die Kindertrainer*Innen des Berliner Aikido-Vereins vermitteln Kindern seit über einem Jahrzehnt die Faszination dieser japanischen Kampfkunst. Im Verein treffen sich Menschen aus allen Gesellschaftsschichten, unterschiedlichen Hintergründen und Religionen auf der Matte, um gemeinsam zu trainieren. Erwachsene und Kinder teilen die Begeisterung für eine Kampfsportart, deren Ziel die friedliche Lösung von Konflikten ist.

© Berlin Aikido

Dieser Ansatz ist in der Kinder- und Jugendarbeit unseres Clubs besonders wichtig. Die Kinder lernen nicht nur Körperbewusstsein und Koordination, sondern auch den friedlichen Umgang mit Konfliktsituationen. Im Dojo treffen Kinder mit den unterschiedlichsten Hintergründen aufeinander. Hintergründe, die im Alltag oft genug zu Konflikten führen.

Es motiviert uns immer wieder, dass Kinder auf der Matte Freundschaften schließen, unabhängig von Religion, Hautfarbe oder Herkunft. Wir können beobachten, wie sie immer geschickter werden. Rollen und Fallen tut auf der Matte nicht weh! Die erlernten Abläufe werden automatisiert, die Kinder handeln intuitiv und schützen sich so auch beim Sturz vom Fahrrad oder über die berühmte Teppichkante. Die Simulation von Konfliktsituationen, Aggressionen mit einer ruhigen, entspannten, aber entschlossenen Haltung zu begegnen, stärkt zudem das Selbstbewusstsein der Kinder.

Für uns Trainer*Innen ist es ein Ansporn, zu beobachten, wie schüchterne Kinder von Woche zu Woche mehr Selbstvertrauen gewinnen, wie Kinder, die aggressiv und unruhig sind, lernen, mit einer schwierigen Situation oder Aufgabe ruhig und konzentriert umzugehen. Mit diesen Fähigkeiten können junge Menschen im Falle einer Auseinandersetzung, sei sie nun verbal oder körperlich, Ruhe bewahren und deeskalieren. Wenn es zu einer körperlichen Auseinandersetzung kommt, können sie die erlernten Techniken anwenden, um sich aus der Situation zu befreien, ohne sich selbst oder andere zu verletzen.

 

„Für uns Trainer*Innen ist es ein Ansporn, zu beobachten, wie schüchterne Kinder von Woche zu Woche mehr Selbstvertrauen gewinnen, wie Kinder, die aggressiv und unruhig sind, lernen, ruhig und konzentriert mit einer schwierigen Situation oder Aufgabe umzugehen.“

Trainer*Innen von Berlin Aikido

Im Aikido gibt es nur defensive Techniken. Das Ziel ist es, einen Konflikt zu einem friedlichen, einvernehmlichen Ausgang zu führen. Keine Aikido-Technik hat das Ziel, dem Gegner Verletzungen zuzufügen.

Wir sind davon überzeugt, dass dieser Ansatz nicht nur bei körperlichen Auseinandersetzungen der richtige ist, sondern dass er, früh erlernt, zu einer selbstverständlichen Verhaltensweise wird und damit das Miteinander in der Gesellschaft fördert.

Mit unserem Engagement leisten wir einen großen Beitrag zur Jugend- und Sozialarbeit. Unsere ehrenamtliche Arbeit ermöglicht es unserem Verein, die Trainings für Kinder zu einem Preis anzubieten, der keine sozialen Barrieren schafft.

Bei der Suche nach Bildern für diesen Artikel konnten wir viele Jahre zurückblicken und erkannten auf den Bildern Kinder, die heute noch bei uns trainieren. Einige von ihnen sind uns entwachsen und zeigen uns, was sie im Erwachsenentraining leisten können.

Berlin Aikido

Aikido Berlin unterstützt auch Flüchtlinge. Sie können kostenlos am Training teilnehmen. Die Trainer*Innen des Berliner Aikido bieten auch Kurse über die TU Berlin an. Ihr Dojo ist Mitglied im Aikido Verband Deutschland e.V.

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