Einblicke

18.08.2021

Henriette hat ihre neue Leidenschaft für die Freiwilligenarbeit entdeckt

Henriette begleitet den Fördererverein schon seit über zwei Jahrzehnten. Sie war selbst pflegende Angehörige und hat sich dann entschieden, ihr Know-how in der Gruppen- und Einzelbetreuung von Seniorinnen und Senioren einzusetzen. Sie ist ein echtes Vorbild - und steckt mit ihrer Lebensfreude und ihrem Optimismus jeden um sich herum an.

© Elisabeth Burrer

Den Fördererverein Heerstraße Nord e.V. (FÖV) und mich verbinden schon über zwei Jahrzehnte. Zuerst war ich Teilnehmerin in der Angehörigengesprächsgruppe da ich meine Mutter pflegte, später übernahm ich einen Minijob in der Personalabteilung. Danach begann meine Zeit als Ehrenamtlerin. Mit der Rente fielen regelmäßige Termine und Strukturen weg. Ich fühlte mich „nicht mehr gebraucht“ und wollte eine neue Aufgabe, etwas sinnstiftendes. Da ich privat bereits Erfahrung in der Pflege und Betreuung hatte, entschied ich mich für eine ehrenamtliche Tätigkeit beim FÖV und wurde so in der Gruppen- und Einzelbetreuung von Seniorinnen und Senioren aktiv. Was ich daran schätze: Die Regelmäßigkeit von gemeinsamen Aktivitäten. Das gemeinsame Frühstück mit den Gästen, Singen, Vorlesen, eine Partie Mensch ärgere dich nicht – auch wenn es schon die 20. Runde ist. Einzelbesuche sind nochmal individueller. Man kann mehr auf die Person eingehen, bekommt direkt Feedback und kann oft beobachten, wie selbst eher zurückhaltende, verschlossene Persönlichkeiten aus der Reserve kommen.

 

„Der Teamzusammenhalt ist wichtig, sodass man Hand in Hand miteinander arbeiten kann. Das gibt Kraft, Motivation und einen Zusammenhalt, der mich persönlich auch im Alltag stärkt.“

Henriette

Das ist dann besonders schön! In der Betreuung benötigt man viel Einfühlungsvermögen und Geduld, Verständnis füreinander und für die Stärken und Schwächen jeder/jedes einzelnen. Im Umgang mit den Gästen, aber genauso unter den Ehrenamtlichen. Jeder ist anders und das ist ja auch gerade das Schöne daran, weil jeder persönliche Talente und Eigenschaften miteinbringt. Dabei geht es beim Fördererverein nicht darum, wie viel man einbringt, sondern mehr um die Art und Weise. Der Teamzusammenhalt ist wichtig, sodass man Hand in Hand miteinander arbeiten kann. Das gibt Kraft, Motivation und einen Zusammenhalt, der mich persönlich auch im Alltag stärkt.

Für mich ist klar, ich möchte beim Fördererverein so lange wie möglich aktiv bleiben. Hier treffe ich auf Bekannte, auf „meine“ Gäste und ich erhalte selbst Unterstützung und Hilfe, wenn ich sie benötige. Ehrenamt ist auch ein gutes Mittel gegen das Alleinsein. Gerade in Zeiten der Pandemie und vor allem im Alter ein wichtiges Thema.

Fördererverein Heerstraße Nord e.V. (FÖV)

Durch Pionierarbeit, bürgerschaftliches Engagement und mit Unterstützung qualifizierter Partner, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bietet der Verein seit 45 Jahren als gemeinnütziger Verein Unterstützung, Pflege und soziale Integration für ältere Menschen in Spandau.

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