Einblicke

10.02.2021

Für andere Menschen bedingungslos da sein: Gabi macht's vor.

Bei den Johannitern setzt sich Gabi in einer Betreuungsgruppe für Jugendliche mit Behinderung ein und unterstützt ihre Eltern. Nachdem ihr Mann starb, schöpfte sich durch ihr Engagement neue Kraft.

2011 hab ich angefangen in der Betreuungsgruppe für Jugendliche mit Behinderung. Ich finde es sehr schön, habe tolle andere Betreuer:innen um mich herum und sehr dankbare Betreute. Die zeigen einem wirklich, dass sie sich freuen, wenn man kommt. Es macht Spaß, das zu sehen. Wie sie einen auch vermissen, wenn man mal aus irgendwelchen Gründen nicht da war in einer Woche. Durch Corona hat sich natürlich einschneidend etwas verändert. Wir haben sonst Gruppen zwischen 10 und 20 Teilnehmer:innen, jetzt haben wir nur noch Einzelne betreuen können, haben Maske getragen und Abstand gehalten. So kommt man sich immerhin noch näher, aber den Teilnehmer:innen fehlt der normale Kontakt zueinander. Wir konnten keine Ausflüge mehr machen, nicht mehr backen oder kochen.

GoVolunteer (Fotocredit: Sebastian Stöhr)

„Man kann sehr viel von diesen jungen Menschen lernen, indem man ihre Fröhlichkeit, Natürlichkeit, Akzeptanz jedes anderen, so wie er gerade ist, erkennt. Da wird vieles andere nebensächlich.“

Gabi

Die Betreuungsgruppe von den Johannitern ist dazu da, um Eltern mit Kindern mit Behinderung die Möglichkeit zu geben, auch mal für sich etwas zu tun und wichtige Behördengänge zu erledigen oder Unternehmungen zu machen, die sie sich sonst gar nicht trauen, weil sie sonst denken: Das Kind braucht meine Unterstützung. Die Kinder verbringen dann mit uns gemeinsam einen schönen Nachmittag. Mit Spiel, Spaß, kickern oder basteln oder so.

Mein Mann ist 2010 verstorben und dann bin ich in ein Loch gefallen. Da kam mein Neffe, der war Betreuer in dieser Gruppe zu der Zeit, und hat gesagt: ‚Komm doch einfach mal mit. Guck dir an, ob du dir das vorstellen kannst.‘ Ich habe anfangs Berührungsängste gehabt und gedacht: “Da musst du besonders vorsichtig sein.” Aber das stimmte gar nicht, wie ich schnell merkte. Man konnte logischerweise ganz natürlich mit den Kindern umgehen und sie wollen es auch so. Man kann sehr viel von diesen jungen Menschen lernen, indem man ihre Fröhlichkeit, Natürlichkeit, Akzeptanz jedes anderen, so wie er gerade ist, erkennt. Da wird vieles andere nebensächlich.

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Wo kommen die Bilder her?

Die Bilder von Gabi stammen aus der Reihe “Volunteers of Berlin – Die Hauptstadtheld:Innen”, mit freundlicher Genehmigung von GoVolunteer. Mehr Infos dazu:

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. engagiert sich u.a. in den Bereichen Rettungs- und Sanitätsdienst, Katastrophenschutz, Betreuung und Pflege von älteren, kranken und geflüchteten Menschen, Fahrdienst für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Hospizarbeit und anderen Hilfeleistungen im karitativen Bereich ein.

johanniter.de