Einblicke

21.07.2021

Elif engagiert sich in der Junge Islam Konferenz

Elif ist eine 22-jährige Studentin der Soziologie und Politikwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Dort ist sie seit ihrer Schulzeit ein aktiver Teil der Gemeinschaft. Durch unterschiedliche Formen von Freiwilligenarbeit hat sie ihre beruflichen und persönlichen Fähigkeiten weiterentwickelt. Derzeit ist Elif aktives Mitglied im Gremium der Jungen Islam Konferenz.

© privat

Ich habe mit der ehrenamtlichen Arbeit in der Schule begonnen, als ich Mitglied der Schülerinnen-und Schülervertretung und der Schulkonferenz war. Außerdem habe ich nach der Schule mit Flüchtlingen gearbeitet. Nach meinem Schulabschluss habe ich ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Politik im Landtag von Nordrhein-Westfalen absolviert. Während dieser Zeit war ich vor allem in der Grünen Jugend aktiv. Als ich für mein Studium nach Frankfurt gezogen bin, habe ich mich bei Oxfam in Frankfurt engagiert und engagiere mich derzeit bei der Hans-Böckler-Stiftung, wo ich Stipendiatin bin. Aktuell bin ich seit 2019 in der Jungen Islam Konferenz (JIK) aktiv und habe an der Landeskonferenz in Nordrhein-Westfalen teilgenommen.Im Jahr 2020 habe ich die Regionalgruppe der JIK in Hessen mit aufgebaut und bin seit diesem Jahr im Gremium der Jungen Islam Konferenz. Die JIK wurde 2011 in Berlin als Projekt der Humboldt-Universität zu Berlin und der Stiftung Mercator gegründet. Seit Oktober 2019 ist die Junge Islam Konferenz ein Programmbereich der Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa.  

„Ehrenamtliches Engagement ist das Rückgrat der Gesellschaft“

Elif

Es gibt so viele verschiedene Gründe, die mich dazu gebracht haben, mich freiwillig zu engagieren. Ich bekomme die Chance, Dinge zu verändern und zu bewegen sowie Verantwortung zu übernehmen. Dabei denke ich, dass ich Leben positiv beeinflussen und gesellschaftliche Prozesse mitgestalten und ein Stück weit besser machen kann. Ich habe Orte gefunden, an denen ich mich sehr wohl fühle, und Orte, die ich nicht mehr verlassen möchte, da ich so viele entscheidende Bindungen zu Menschen, die ich dort getroffen habe, aufgebaut habe. Ich habe Freundschaften geschlossen, die vielleicht für immer halten. Während meines Engagements bei der Jungen Islam Konferenz habe ich Menschen gefunden, die ähnliche Interessen haben und mit denen ich bedeutungsvolle Diskussionen führen kann. Mein Engagement ist eine perfekte Chance, mehr über das Feld zu lernen, mit dem ich meine berufliche Karriere verbinden möchte. Ich erweitere meinen Horizont, lerne neue Menschen kennen und erweitere meine Fähigkeiten.  Wie ich bereits erwähnt habe, habe ich nach meinem Abschluss ein Jahr lang Freiwilligenarbeit geleistet und war dabei von Politikerinnen und Politikern sowie weiteren Menschen umgeben, die viel mehr Lebenserfahrung hatten. Diese Begegnungen hatten einen entscheidenden Einfluss auf mich, da ich mehr über das Leben lernte und professioneller wurde.  

Ich denke, dass Freiwilligenarbeit einen mit anderen Menschen verbindet und die sozialen Fähigkeiten sowie das Gemeinschaftsgefühl steigert. Ich würde sagen, dass dies einen großen Einfluss auf jede(n) hat und Vorurteile gegenüber anderen Menschen abbaut. Freiwilligenarbeit macht die Gemeinschaft aufgeschlossener und hilft gleichzeitig Randgruppen. Es gibt so viele Orte, an denen man aktiv werden kann, und ich empfehle jedem, sich zu engagieren. Auch wenn es anstrengend sein kann, belohnt freiwilliges Engagement für eine Sache, an die man glaubt, mit neuen Fähigkeiten und Selbstverwirklichung. Freiwilliges Engagement ist das Rückgrat der Gesellschaft. 

Junge Islam Konferenz

Als Dialogforum und Empowermentraum für junge Menschen greift die Junge Islam Konferenz (JIK) Fragen zu einem konstruktiven und gleichberechtigten Zusammenleben in der Migrationsgesellschaft auf. Die JIK setzt sich auf verschiedene Weise mit dem Thema Islam in Deutschland auseinander, leistet Bildungsarbeit und ermöglicht Perspektivwechsel zwischen jungen Menschen unterschiedlicher Hintergründe und Erfahrungen.
Die Junge Islam Konferenz wurde 2011 in Berlin als Projekt der Humboldt-Universität und der Stiftung Mercator gegründet. Seit Oktober 2019 ist die JIK ein eigener Programmbereich der Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa.

jetzt informieren